Über uns

Die Gründungsversammlung am 18.07.09 hat den Verein für Gnadenbrotpferde und artgerechte Pferdehaltung Rossbrunnerhof Sennfeld e.V. ins Leben gerufen.

Zweck des Vereins ist es, den Unterhalt von Gnadenbrotpferden auf der Jungviehweide Sennfeld zu ermöglichen, zu fördern und wirtschaftlich zu unterstützen, sowie die artgerechte Haltung von Pferden als moralischen Handlungsgrundsatz im Bewusstsein von Pferdehaltern , Interessenten und der Bevölkerung zu verankern.

Pferde als herdenlebende Großtiere mit hochsensiblem Wesen und ausgeprägtem Sozialgefüge, die eine Großteil ihrer Zeit bei der Nahrungsaufnahme über große Strecken wandern, werden leider heutzutage immer noch in kleinen Einzelboxen isoliert eingepfercht und mit kleinen hochenergiereichen Futterrationen zwangsgemästet, um dem – in der Regel sportlich ambitionierten Reiter – verfügbar zu sein.

Dies widerspricht grundlegend der artgerechten Haltung von Pferden.
Selbst der Dachverband der Sportreiter, die FN, sieht die optimale Haltungsform im Offenlaufstall mit Gruppenhaltung.

Gewinnorientierung, Bequemlichkeit, Tradition, Ignoranz und Unwissenheit verhindern bis heute, dass sich die artgerechte Haltung von Pferden flächendeckend und nachhaltig durchsetzt.

Sportpferde werden darüber hinaus noch durch jahrelanges Training körperlich und psychisch so stark belastet, dass deren durchschnittliche Lebenserwartung laut Statistik der Versicherungswirtschaft nicht einmal ein Drittel der Lebenserwartung nicht sportlich missbrauchter Artgenossen erreicht.

Die Haltung der Pferde in Boxen ist beliebt, weil die Tiere stets verfügbar und sauber sind, zur Haltung relativ wenig Platz gebraucht wird, und dadurch, dass der natürliche Bewegungsdrang der Pferde künstlich eingeschränkt wird, die Tiere ausserhalb ihres Gefängnisses ihre Leistungsbereitschaft optimal zum Einsatz bringen.

Als Folge von einseitigem Training und sportlichem Missbrauch in Verbindung mit dem Einsatz leistungssteigender oder/und schmerzstillender Präparate, sowie der isolierten Boxenhaltung mit Mangel an ausgleichender Bewegung und sozialem Kontakt zu Artgenossen, verkrüppeln die Tiere körperlich und seelisch.

Pferde sind aber so sensibel, dass sie immer mehr in der Behandlung von Patienten mit Down-Syndrom, psychisch-sensorischen Problemen, Verhaltensstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Bewegungs- und Haltungsschäden und auch persönlichkeitsbildendem Training bei Führungskräfteausbildung zum Einsatz kommen.

Diese hochsensiblen Wesen werden EU-subventioniert in Massentransporten viele kilometerweit unter tierschutzfragwürdigen Bedingungen zum Schlachten ins Ausland gekarrt, damit EU-subventionierte Stutenmilchfabriken genügend Fohlen zur Rohstofferzeugung produzieren können.

Verhaltensstörungen von Depression bis hin zu Aggressivität und Unreitbarkeit, sowie körperliche Schäden an Gelenken und Sehnen der Beine, Wirbelsäule, Atemwegen oder Stoffwechselerkrankungen durch Energieüberschuss sind häufig anzutreffende Symptome der boxengehaltenen Sportpferde.

Sind sie dann verletzt, ausgepowert, unreitbar und wirtschaftlich nicht mehr tragbar, werden sie zum Schlachter gebracht, notgetötet, oder im Idealfall – wenn der Besitzer noch einen Hauch Sentimentalität zeigt und es sich leisten kann– auf einen Gnadenpferdhof verbracht.

Im Idealfall können sie auf der Jungviehweide Sennfeld eG. einen geruhsamen Lebensabend in artgerechter Gruppenhaltung im Offenlaufstall erleben.
Auf über 22 ha geniessen sie ein nahezu naturnahes Dasein mit bedarfsgerechtem Zugang zu Futter, Wasser Auslauf- und Ruheflächen.

Doch auch diese Idylle ist für einzelne Tiere gefährdet, wenn die Unterhaltszahlungen durch den Eigentümer nicht mehr geleistet werden.

Auch hier besteht die Gefahr, dass ein zahlungsunfähiger Einsteller sich entschliesst, seine finanziellen Verpflichtungen zu beenden, indem er das Pferd töten lässt.

Dadurch, dass diese Pferde keinen wirtschaftlichen bzw. sportlichen Nutzen mehr haben, sind sie stets der Willkür der Besitzer ausgesetzt.

Auch mit ihren gesundheitlichen Einschränkungen, von denen ein Grossteil sich durch die artgerechte Haltung im Laufe der Zeit wieder verbessert, können sie - vorausgesetzt sie erleiden keine chronischen Schmerzen – ein artgerechtes, würdiges Dasein führen.

Mit relativ wenig finanziellem Aufwand kann ein Pferd in der Offenstallhaltung gehalten werden.

Eine Spende oder eine Pflegepatenschaft kann die sorgenfreie Zukunft dieser Tiere sichern.

Der „Verein für Gnadenbrotpferde und artgerechte Pferdhaltung Rossbrunnerhof Sennfeld e.V.“ unterstützt die Haltung der Gnadenbrotpferde auf der Jungviehweide Sennfeld eG., so dass die Pferde dort langfristig ein gesichertes Auskommen haben.

Bitte unterstützen auch Sie unsere Bemühungen mit einer Spende oder Patenschaft .

Alle Spenden gehen ohne Abzüge zugunsten der bedürftigen Pferde. Bei uns fallen keine Verwaltungskosten an.

Für Ihre Zuwendungen erhalten Sie eine Spendenquittung, die sie steuermindernd verwenden können.

Tierliebe ist Herzenssache – artgerechte Tierhaltung verlangt Sachkenntnis! Vertrauen Sie uns.